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Organ-/Gewebespende

Organspende
bewahrt Leben, vielleicht einmal
Ihr Eigenes

Fragen und Antworten zur Organ- und Gewebespende

Allgemein wird immer nur von der Organspende geredet, so wie im o.g. Slogan. Jedoch ist mit der Organspende immer auch die Gewebespende eng verbunden. Nicht umsonst sprcht man im Transplantationsgesetz vom "Organ- und Gewebespendeausweis". In der Öffentlichkeit spricht man aber immer nur vom Organspendeausweis, obwohl es sich eigentlich praktisch um einen Organ- UND Gewebespendeausweis handelt. Desnhalb möchten wir hier nicht nur über die Organspende, sondern auch über die Gewebespende informieren.

Organspende:

Muß sich jemand, der sich bereit erklärt hat, nach seinem Tode (Hirntod) Organe zu spenden, ärztlich untersuchen lassen?
Nein, eine Untersuchung ist nicht nötig, wenn sich eine Person zur Organspende für den Todesfall entschließt.

Was bedeutet Hirntod?
Der Hirntod ist der irreversible Ausfall aller Hirnareale. Dieser Zustand ist unumkehrbar und gilt daher nach den Regeln der medizinischen Wissenschaft als der Tod des Menschen. Ist der Patient kein potentieller Organspender, werden nach der Hirntodfestellung, die von 2 unabhängig von der Transplantationsmedizin tätigen Ärzten durchgeführt werden muss, alle Maschinen und Geräte, die Körperfunktionen noch aufrecht erhalten, abgestellt.

Bis zu welchem Alter kann man Organe spenden?
Eine feste Altersgrenze gibt es nicht, zumal nicht das kalendarische Alter der Person, sondern das biologische Alter, also der allgemeine Gesundheitszustand entscheident ist.

Erfährt der Empfänger die Identität des Spenders?
Nein, der Name des Spenders wird dem Empfänger nicht mitgeteilt. Auch die Angehörigen des Spenders erfahren nicht, wer ein gespendetes Organ erhalten hat. Der Spender hat jedoch die Möglichkeit, über die Deutsche Stiftung Organtranspantation ein anonymes Dankschreiben an die Angehörigen des Spenders zu schicken. Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich im Internet über die Seite www.dank-dem-organspender.de öffentlich bei dem Spender und deren Angehörigen zu bedanken.

Wird eine Organspende finanziell entschädigt?
Nein. Es besteht in Deutschland Konsens darüber, daß die Bereitschaft zur Organspende nicht von wirtschaftlichen Überlegungen abhängen darf.

Werden Spenderorgane zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet?
Nein, gespendete Organe dienen nicht wissenschaftlichen Zwecken. Spenderorgane werden dazu verwendet, kranken Menschen eine optimale medizinische Behandlung zu ermöglichen.

Muß man die Absicht, ein Organ zu spenden, testamentarisch festhalten?
Nein.

Muß man die "Erklärung zur Organ- und Gewebespende" ständig bei sich tragen?
Nein, wenngleich es sinnvoll ist, sie beim Führerschein oder Personalausweis mit sich zu tragen.

Benötigen Minderjährige die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten?
Nein, bei entsprechender Einsichtsfähigkeit können auch Minderjährige ihre Bereitschaft zur Organspende erklären.

Ist es möglich, die "Einwilligung zur Organ- und Gewebespende" zu widerrufen?
Ja. Die "Erklärung zur Organspende und Gewebespende" muß man zu diesem Zweck nur vernichten. Es ist sinnvoll, die Angehörigen über die Änderung des Entschlusses zu informieren.

Kann man bestimmen, wer ein gespendetes Organ bekommt?
Nein. Weder das Bestimmen des Empfängers noch umgekehrt der Ausschluß bestimmter Personen ist bei einer Organspende für den Todesfall möglich. Ausschlaggebend für die Vergabe eines Spenderorgans sind allein medizinische Kriterien wie Erfolgsaussicht und Dringlichkeit. Nur bei der Lebendspende von Nieren und Leberlappen ist der Empfänger natürlich bekannt.

Kann man den Verstorbenen nach der Organentnahme noch mal sehen?
Ja. Einem entsprechenden Wunsch der Angehörigen muss laut Transplantationsgesetz stattgegeben werden.

Wo findet eine Organentnahme statt?
Die Entnahme durchbluteter Organe findet unter den sterilen Bedingungen des Operationssaales mit der gleichen chirugischen Sorgfalt wie bei jeder anderen Operation statt.

Kann man bestimmte Organe von der Spendebereitschaft ausschließen?
Ja. In der "Erklärung zur Organspende und Gewebespende" kann man ohne Begründung bestimmte Organe oder Gewebe von der Entnahme ausschließen, indem man sie auf der Erklärung schriftlich vermerkt.

Wo bekommt man die "Erklärung zur Organ- und Gewebespende"?
Exemplare können bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), beim Arbeitskreis Organspende, bei der Bundesärztekammer, bei allen Dialyseverbänden oder auch gern über mich bezogen werden. Auch viele Einwohnermeldeämter, Arztpraxen und Krankenkassen halten solche Erklärungen bereit. Da es sich nicht um ein amtliches Ausweispapier handelt, kann man seine Entscheidung auch auf einem selber formulierten und unterschriebenen Bogen dokumentieren. Diese Erklärung gilt auch im Ausland.

Mit wem kann man noch über das Thema Organspende sprechen?
Grundsätzlich mit jeder Person, mit der man dieses Thema besprechen möchte, z.B. im Freundes- und Familienkreis, mit dem Seelsorger oder Hausarzt. Darüber hinaus kann man auch Kontakt aufnehmen zum Arbeitskreis Organspende, dem regionalen Transplantationszentrum oder den Selbsthilfegruppen von Organtransplantierten. Ich bin ebenfalls bereit Anfragen zu beantworten. ( Mail: )

Gewebespende:

Welche Vorraussetzungen sind für die Gewebespende notwendig?
Anders als bei der Organspende ist bei der Lebendspende nicht der Hirntod die Vorraussetzung. Potentieller Gewebespender ist praktisch jeder Verstorbene. Das ist ein entscheidender Unterschied zur Organspende. Auch bei der Gewebespende ist eine vorherige Einwilligung des Verstorbenen (z.B. auf der "Erklärung zur Organ- und Gewebespende) oder die Einwilligung der Angehörigen notwendig.

Gibt es eine Altersgrenze für die Gewebespende?
Eine feste Altersgrenze gibt es auch bei der Gewebespende nicht, weil auch bei der Gewebespende nicht das kalendarische Alter der Person, sondern das biologische Alter, also der allgemeine Gesundheitszustand entscheident ist.

Erfährt der Empfänger die Identität des Spenders ?
Nein.

Wird Spendergewebe zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet ?
Ja, das ist im Gegensatz zur Organspende nicht auszuschließen.

Welche Gewebe kommen für eine Gewebespende in Frage?
Praktisch kommen alle Gewebe in Frage. Hauptsächlich geht es jedoch um Augenhornhaut, Sehnen, Gefäße, Haut, Knorpel und Knochen.

Besteht die Gefahr, das mit Gewebe gehandelt werden kann?
Ja. Es ist leider nicht auszuschließen, dass mit Gewebe ganz legal gehandelt wird. Sogenannte Gewebezubereitungen, z.B. aus Knochen, werden ganz legal im Handel angeboten, da sie dem Arzneimittelgesetz unterstehen.

Wie werden Gewebe gelagert?
In Deutschland gibt es unzählige sogenannte Gewebebanken. Diese gehören meist zu großen aber auch kleineren Kliniken und sind oft auf spezielle Gewebe wie Augenhornheute oder Knochengewebe spezialisiert. Eine öffentlich zugängliche Auflistung aller Gewebebanken gibt es derzeit nicht.

Wie werden Gewebe an die Patienten vermittelt?
Es gibt für Gewebe im Gegensatz zu Organen keine einheitliche Vermittlung an die Patienten. Das System der Gewebevermittlung, die Kriterien der Vermittlung im Einzelfall, die Gewebevermarktung und der Gewebehandel ist für den Laien völlig undurchschaubar.

Kann man bestimmte Gewebe von der Spendebereitschaft ausschließen ?
Ja. In der "Erklärung zur Organ- und Gewebespende" kann man ohne Begründung bestimmte oder auch alle Organe oder Gewebe von der Entnahme ausschließen, indem man das auf der Erklärung schriftlich vermerkt.


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